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Pfadfinder

Räuberei in Paganowo

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LV Hessen-Schau

Wir sind die Redaktion der LV Hessen-Schau,
der Landeszeitschrift des LV Hessen.

Potzblitz! Was ist denn das? Kaum ist man kurz auf Fahrt, schon fällt eine wilde Räubersfrau über uns her! Ich wusste ja schon immer, dass der Wald von Paganowo kein sicherer Ort ist.

Wir – das ist die Gilde Schnadiak – waren auch dabei: Räuberfahrt in Paganowo. Und haben uns gleich am Anfang verlaufen. Aber das macht ja nichts, als waschechte Räuber finden wir aus jeder Situation heraus!

Mit frisch ergatterten Ruhmesbändchen und einem glorreichen Apfel und einem noch glorreicheren Ei machten wir uns auf den Weg. Unterwegs trafen wir noch andere berühmt berüchtigte Räuberbanden. Doch mit einer wollten wir uns treffen: den Greutungen. Angetroffen haben wir das drollige Pack tief im Wald, zwischen Moos und Farn, (ganz nah am Käfer Karl). Versteckt in der Dunkelheit und im Schutz der räuberischen Schwarzzelte verspeisten wir gierig unser berüchtigtes Chili con Carne mit wenig Carne. Schlussendlich wurden die Lichter gelöscht und wir wiegten uns in trügerischer Sicherheit, im Schutze der Nacht. Doch weit gefehlt. Nicht nur die Waschbären, nein, noch schlimmer: der DoTTeR und seine Helferlinge spürten unser Versteck auf! Und sie randalierten in der Nacht, räuberten umher: unsere Schuhe, unser gutes Ei! Maria war in heller Aufregung: „Katze, Katze! Da war was!“ Leider war der Waldboden zu gemütlich, um aufzustehen und der wilden Räubersbande hinterherzustürmen. Also umgedreht. Am nächsten Morgen haben wir uns das Spektakel angeschaut. Klebte da ein Ei an dem Baum? Hingen da unsere Schuhe im Gebüsch? Wie dem auch sei, erstmal muss gehörig gefrühstückt werden, um den Schrecken von letzter Nacht zu verdauen. Dann wurde schnell gepackt und ab ging’s, auf Wanderschaft, in Richtung unseres Ziels: Burg Freienfels. 

Der Weg dahin war ziemlich… interessant. Diesen Berg hinauf, dort herunter, Pause hier, Klopperei mit anderen Räubern, Apfeltausch, Pause dort, Massageeinheit auf dem Berg, Mittagessen im Regen, misslungenenes Kartenlesen, eine Böschung herunter und dann, endlich: Burg Freienfels. Und natürlich, kaum wollen wir den letzten Marsch, hinauf zur Burg, bestreiten, schon fallen garstige Räuber über uns her. Stellt euch vor, sie wollten die geheiligte Gitarre! Sipplinge wurden zwar nicht genommen, dafür aber unser Beil. Zum Glück hatten wir ja zwei. Als der Überfall überstanden war, gings hoch hinauf: unter Gejammere und Schmerz erklommen wir die Trotzburg – bis wir schließlich da waren. Und ein schwer bewachtes Burgtor vorfanden. Unter Pistolenrauch und Wasserbomen entkamen wir einem Netz und konnten sicher in das Burginnere fliehen. Endlich geschafft. Schnell die Kohte und die Lok aufgebaut, dann deftigen Räubereintopf schmausen und abends Räuberlieder grölen. Ja, was eine Fahrt in Paganowo.

 

Ein Beitrag von Katze (Stamm Graue Adler). Erstmals erschienen in der LV-Hessen-Schau 16/2.

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