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Wölflinge

Und plötzlich Meutenführung in Togo

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hat vergessen, das Profil auszufüllen

Für ein Praktikum mit anschließendem Auslandssemester befinde mich grad für sieben Monate in Westafrika, aktuell in Togo. Über alte Pfadfinderkontakte meiner Eltern – die halten doch immer am längsten – erhielt ich eine Einladung zu einem gemeinsamen Wochenendlager der in Lomé ansässigen Pfadfinder*innengruppen, unter dem Motto – Scout pour un jour, Scout pour toujours!  Ich wurde ausreichend vorgewarnt, dass es sich um ein Schnupperlager in Zusammenarbeit mit einem Sportverein handelt und deshalb sehr viele Kinder verschiedenen Alters erwartet werden, die das erste Mal an einem Lager teilnehmen. Und so war es dann auch. Wie verabredet fand ich mich also um 08:00 Uhr vor dem Stadion de Kégué ein. Dort warteten schon einige Pfadis und frühe Kinder und mit Halstuch gut erkennbar wurde ich direkt herzlich willkommen geheißen und fühlte mich im allgemeinen Trubel schnell wohl.

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Was für ein Chaos bis alle Kids in Zehnerreihen ungefähr nach der Größe aufgereiht waren, mit Tüchern versorgt und die kleine Anwanderung (ca. 4 Straßenzüge lang) beginnen konnte. Der Lagerplatz war eine Sportanlage, auf der Unmengen Plastikzelte standen. Konnte man schon so machen.

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Das dann folgende Wochenende verging wie im Flug. Coolerweise ließ man mich überall mit anpacken, vor allem bei der Versorgung und Bespaßung der jüngsten, also der Wölflinge. In der Altersspanne der 6- bis 10-Jährigen (einige jüngere Geschwister waren auch dabei) waren 150 Kinder dabei. So trug ich also Kinder in Listen ein, wickelte Unmengen Tücher neu, schnitt kiloweise Obst, schlurte die Jüngsten durch die Gegend, nahm an Spielen und Tänzen teil – trug auch einige bei, teilte Essen und Wasser aus, wischte Münder ab, hörte mir Geschichten an, usw. usf. Alles wie immer. Außerdem hatte ich die Gelegenheit mit vielen der gleichaltrigen R/Rs ins Gespräch zu kommen, nicht nur über die Pfadfinderei, sondern auch über ihr sonstiges Leben, was ziemlich spannend und lustig war.  Vor allem mit jungen Frauen in meinem Alter war ich bis dahin noch nicht richtig ins Gespräch gekommen. Ein weiteres Highlight war natürlich das große Lagerfeuer am Samstagabend, das neben einigen offiziellen Reden über die Bedeutung der Pfadfinderei von vielen Tänzen, Liedern und Sketchen begleitet wurde. Den jüngsten fielen wie gewohnt die Augen zu… und auch ich war beide Abende fix und foxi.

Trotzdem war es ein wirklich schönes Erlebnis und hat mir wieder einmal deutlich gemacht, wie schön es ist, zur weltweiten Familie der Pfadfinder*innen zu gehören und so in fast allen Ländern dieser Welt Anschluss und Freund*innen zu finden!

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