Rainbow Cafe beim BdP-Bundeslager 2017
Rainbow

Pfadfinden für Alle – Interview mit dem Rainbow Cafe

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Stamm Parzival, Oldenburg
LV Niedersachsen

Das BdP-Bundeslager 2022 nähert sich. Während die ersten Zelte im bayrischen Königsdorf aufgebaut werden und das Marktplatzteam fleißig dabei ist sein vielfältiges Programm vorzubereiten, sprach ich mit Björn (Sprecher des Bundesarbeitskreises Rainbow) und mit Mira (Projektleitung Rainbow Cafe) über ihre kunterbunten Angebote im Rainbow Cafe.


Auf dem zentralen Marktplatz des Bulas wird es wieder ein richtiges Rainbow Cafe geben. Auf was können wir uns da freuen?

Mira: Wir sind ein großes, buntes Team und betreiben zwei Jurten mit vielen Informations- und Programmangeboten. Das ist kein Vergleich mehr mit unserer kleinen Hochkohte 2013 und dem überschaubaren Kuppelzelt 2017. Als Treffpunkt für queere Pfadis wollen wir ein Safe Space sein und alle Mitglieder, Gruppen und Stämme sowie die internationalen Gäste über die Belange von schwulen, lesbischen, bisexuellen, trans* und intersexuellen sowie sonst queeren Mitglieder informieren und unterstützen. Kommt vorbei!

Wie genau kann sowas aussehen?

Mira: Wir erklären die verschiedenen Begriffe, wie man herausfindet, ob man selbst queer ist, sprechen über die Erleichterung des Coming Outs, schöne Erlebnisse als queerer Mensch, aber auch Bedürfnisse und alltägliche Herausforderungen. Wir feiern auch unser Miteinander und die Vielfalt in der Pfadfinderei. Bei uns gibt es immer was zu essen und trinken, viel zu lachen und Zeit für ernste Gespräche bei Bedarf.

Woher kam die Idee ein Rainbow Cafe zu initiieren?

Björn: Beim schwedischen Jamboree 2011 starteten die finnischen Pfadis ein LGBTIQ*-Treffen. Das war sehr erfolgreich, spontan kamen über 70 Personen. Eine Mexikanerin schlug vor, einen zentralen Treffpunkt einzurichten, immerhin sei das Jamboree eine einmalige Gelegenheit für viele jugendliche Teilnehmende, mehr über sexuelle und geschlechtliche Identitäten zu erfahren als in ihren Heimatländern. Das war der Startschuss des Rainbow Cafes! International folgten Angebote beim finnischen Roverway 2012, beim kanadischen World Rover Moot 2013, beim Jamboree 2015. Was sich überall etabliert hat, ist der Rainbow–Button, mit dem man ansprechbare Personen erkennen kann. Den führen wir bis heute weiter.

Welche Workshops werdet ihr in der Bundeszeit anbieten?

Mira: Bei den Workshops werden wir mit unserem großen Team diesmal ganz besonders aktiv sein, damit alle Interessierten im Lager einen Workshop oder sogar mehrere bei uns besuchen können. Es gibt Spiele, Bastelstunden, Gesprächsangebote zum Outing, Sexualerziehung im BdP, optimale Integration von trans* Personen und viel mehr! Meldet euch bei der Infojurte für die Workshops an, die euch interessieren.

Bietet ihr auch Abendprogramm an?

Mira: Eigentlich liegen die Abendprogramme bei den Stämmen und Unterlagern, allerdings haben uns einige zu Programmbeiträgen wie einem Quiz eingeladen. Aber wir bieten auf dem Lager einen „Queer* Only“-Abend bei uns an – zum Vernetzen, Austauschen, Kennenlernen und gemeinsamen Feiern.

Mit welchen Gefühlen geht ihr in das Projekt?

Björn: Stolz! Deshalb wird es im diesen Sinne am Samstag vor dem Abschlussabend eine Pride Parade mit Regenbogenflaggen und Statements geben, auf der wir mit euch gemeinsam durch alle Unterlagen ziehen werden. Alle, denen das Thema wichtig ist, sind herzlich zum Mitmachen eingeladen! Meldet euch bei uns oder kommt zu den Workshops!

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für das Projekt!


Der BdP-Arbeitskreis Rainbow ist Teil des Instagramkollektivs @rainbowpfadfinden und informiert dort mit den anderen Ringverbänden über Aktionen und queerpolitische Themen. Schaut gerne rein und lasst ein Follow da.

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