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Tradition und Brauchtum

Friedenslicht überwindet Grenzen – auch zu Coronazeiten

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Peter Krietemeyer
Stamm Goten, Kaiserslautern
LV Rheinland-Pfalz/Saar

Die Friedenslichtaktion 2020 steht unter dem Motto: „Frieden überwindet Grenzen“.

Überall erleben wir Grenzen: zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Religionen und zwischen Ideologien. Je fester und stärker diese Grenzen ausgeprägt sind, desto schwieriger ist es oft, diese Grenzen zu überwinden.

Dafür braucht es Mut, Stärke, Zielstrebigkeit, die Bereitschaft offen auf Andere zuzugehen, den eigenen Standpunkt zurückzustellen und Kompromisse zu schließen. All das sind Kennzeichen friedlichen Zusammenlebens. Wer sich dafür einsetzt, hält gleichzeitig den Wunsch nach Frieden lebendig und arbeitet aktiv an der Überwindung jeglicher Grenzen.

Nur gemeinsam können Grenzen überwunden werden. Dazu möchten wir „alle Menschen guten Willens“ mit dem diesjährigen Motto aufrufen. Schon Mahatma Ghandi war sich bewusst: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

Jedes Jahr machen wir uns gemeinsam mit vielen Menschen verschiedener Nationen auf den Weg, um das Friedenslicht aus Bethlehem zu uns nach Hause zu holen. Dabei überwindet es einen über 3.000 Kilometer langen Weg über viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander.

Gerade in diesem Jahr spüren wir, wie es ist, wenn sich Grenzen bilden, wenn Grenzen sogar geschlossen werden und wir in unserer Freiheit eingegrenzt werden. Das Coronavirus hat uns aufgezeigt, wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht sind. So waren wir in diesem Jahr vor die besondere Aufgabe gestellt, das Friedenslicht „coronakonform“ zu verteilen.

Gemeinsam mit dem lauterer Pfadfinderstamm Fridtjof Nansen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) wollten wir Goten vom BdP  das Friedenslicht verteilen. Allerdings erfüllte unser Vorhaben zunächst nicht die strengen Coronaauflagen.

Deshalb war uns am heutigen Sonntag, dem 13. Dezember 2020 die Aussendung nur im Rahmen einer kleinen Andacht in der Martinskirche zu Kaiserslautern gestattet.

Hendrik (Hendrik Bayer) von der DPSG hatte das Friedenslicht in Heidelberg in Empfang genommen und mit dem Auto pünktlich zur Andacht um 15:00 Uhr in die Martinskirche gebracht. Der Zugang zur Kirche verlief „coronakonfrom“. Alle Teilnehmenden mussten sich am Eingang die Hände desinfizieren und ihre Kontaktdaten wurden erfasst. Auf den gekennzeichneten Sitzplätzen konnte sich niedergelassen werden. In der von Christina (Christina Thielmann) gestalteten Andacht, welche insbesondere unsere jüngeren Gäste ansprach, wurde der Gedanken vom Friedenslichtes aufgegriffen.

An der von Hendrik mitgebrachten Kerze entzündete Julia (Julia Winicker) dann die Kerzen rund um den Altar.

 

In Anschluss konnte sich jeder selbst das Friedenslicht, mittels einer zuvor ausgegebenen Stabkerze, an der vor dem Altar platzierten großen Kerze  entzünden. Im Einbahnstraßensystem ging es zurück in die Bankreihen. Zum Abschluss verließen die Teilnehmenden der Andacht reihenweise die Kirche zum Hinterausgang. Somit wurde Querverkehr vermieden. Ihr seht, wir haben uns große Mühe gegeben.

 

 

Wir freuen uns auf viele leuchtende Kerzen. Bleibt bitte alle gesund!

Gut Pfad

Charly

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