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Pfadfinder verkaufen Kekse und machen Survival-Training im Wald?

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julia.obradovic
Stamm Robin Hood, Ottobrunn
LV Bayern

Natürlich nicht. Aber: Der BdP ist mehr als das „normale“ Stammesleben – helft uns dabei, diese Vielfalt sichtbar zu machen!

Ich möchte eine Wette eingehen: Jede*r von uns hat schon mindestens drei Mal im eigenen Pfadi-Leben ein paar Pfadi-Klischees ausräumen müssen. Natürlich verbringen wir unsere Zeit nicht mit Kekse backen und Tarnnetze knüpfen im Wald. Wir fahren auf Fahrt, bauen die genialsten Lagerbauten und schmeißen uns richtig ins Zeug, um unseren Sippen und Meuten abwechslungsreiches und aufregendes Gruppenstundenprogramm zu bieten. Soweit, so gut.

Nun möchte ich eine zweite Wette mit euch eingehen: Jede*r von uns kennt jemanden, die*der die Pfadis (zumindest weitestgehend) verlassen hat, um einem Hobby, einer Leidenschaft nachzugehen, wofür innerhalb des BdPs kein Platz zu sein schien. Manche verabschieden sich zur örtlichen freiwilligen Feuerwehr oder werden Sanis, andere wollen unbedingt in eine Theatergruppe oder in das Kunst-Event-Planungsteam an der eigenen Uni. Wieder andere wollen Zumba- oder Yoga-Profis werden, an einer Zeitung mitarbeiten oder voll im Mittelalter-Re-enactment Verein durchstarten. Ganz ehrlich, wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich auch versuchen, das alles parallel zu machen. (Naja, fast alles von dem vorgenannten.)

Gerade unsere älteren Mitglieder, unsere Ranger und Rover, die mit zunehmenden Verpflichtungen im Alltag immer weniger Zeit für ihre „Freizeit“ haben, müssen sich irgendwann die Frage stellen, was ihnen die Pfadfinderei eigentlich noch bietet. Oft hat der eigene Stamm keine festen Strukturen für die rote Stufe oder aber das Leben treibt einen in neue Städte, weit weg vom bisherigen Pfadi-Zuhause. Und wenn das dann wegfällt, dann fehlt eben auch genau das: ein Stück Zuhause.

 

Dass das aber nicht so sein muss, möchten wir – das ist der AK Politische Bildung – euch in der zweiten Ausgabe der pfade 2020 beweisen! Wir wollen euch eine ganze Bandbreite an Pfadfinderinnen und Pfadfindern vorstellen, die im BdP unerwarteten und ungewöhnlichen Aufgaben und Leidenschaften nachgehen, die sich ihren Platz innerhalb des BdPs geschaffen haben und ihn zu diesem bunten, wuseligen und wunderschönen Haufen machen, der er ist. Und die sich dadurch ihr Pfadi-Zuhause erhalten haben.

Für dieses Projekt brauchen wir aber eure Hilfe! Kennt ihr jemanden, die*der etwas richtig cooles im BdP macht, wovon einfach mehr Leute erfahren sollten? Trifft das vielleicht sogar auf euch selbst zu? Dann schickt uns eine E-Mail (an julia.obradovic@pfadfinden.de) – wir freuen uns auf ganz viele Rückmeldungen!

 

Für den AK Politische Bildung
Julia

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