Halloween im Pfälzer Wald
Wölflinge

Halloween im Pfälzer Wald

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Peter Krietemeyer
Stamm Goten, Kaiserslautern
LV Rheinland-Pfalz/Saar

Bedingt durch die Corona-Pandemie ist auch bei uns, das ist im Raum Kaiserslautern, darum gebeten worden, auf die Halloween-Feierlichkeiten zu verzichten. Jährlich ziehen Jugendliche kostümiert von Haus zu Haus, klingeln an fremden Türen und bitten um Süßigkeiten. Hierzu muss man wissen, dass in der Region um  Kaiserslautern ca. 50 000 Amerikaner*innen stationiert sind, bei welchen dies Tradition ist. Darauf zu verzichten empfiehlt auch unsere Bundesfamilienministerin: „Auch wenn das für Kinder und Jugendliche sehr traurig ist, aber Halloween, so wie sie es kennen, das geht in diesem Jahr nicht“, erklärt Franziska Giffey (SPD) in der Zeitung „Die Welt“. Und auch Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte sagt gegenüber dpa: „Die ganz klare Empfehlung ist, den Brauch in diesem Jahr ausfallen zu lassen“.

Allerdings geht es auch anderes. Aber der Reihe nach.

Bei meiner sonntäglichen Ploggingstrecke durch den Wald ist mir eine kleine Plastiktüte unter dem bunten Herbstlaub aufgefallen. Ich dachte erst, es wäre Müll und wollte die Tüte schon in meinen Müllsack stecken als mir der Inhalt auffiel. Dabei handelte es sich um Süßigkeiten, welche feinsäuberlich in einer wieder verschließbaren Plastiktüte mit Schleifchen verpackt waren. Also kein Müll! Gleich daneben eine weitere Tüte mit Süßigkeiten. Da hatte sich jemand viel Mühe gegeben und gleichzeitig eine tolle Idee gehabt. Dessen Halloweenstrecke führte wohl durch den Pfälzer Wald, fernab von den Wohnhäusern und ohne die Möglichkeit, sich mit dem bösen Corona-Virus zu infizieren. Aber was tun mit den Süßigkeiten? So habe ich diese bis zum „Tränkelchen“, einer kleinen Brunnenanlage mit Bänken auf meiner Wegstrecke, mitgenommen.

 

Dort habe ich die Päckchen auf einer der Bänke in der Hoffnung platziert, dass sie dort gefunden werden. Dann ging meine Ploggingstecke weiter durch den Wald, vorbei an einem idyllisch gelegenen Wildgehege.

 

Unterwegs fand ich das Übliche: Taschentücher, Bonbonpapier, Dosen, Zigarettenschachteln und einiges mehr.

Auf dem Rückweg kam ich wieder am „Tränkelchen“ mit seinen Bänken vorbei und siehe da, die Süßigkeiten waren verschwunden. Wahrscheinlich haben sich Kinder über die Halloween-Überraschung gefreut und diese mitgenommen. Ich fand es eine tolle Idee, Kindern auf diese Art eine Freude zu bereiten – ist zur Nachahmung empfohlen.

Gut Jagd und bleibt gesund

Charly

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