Wölflinge

Mitbestimmung in der Meute: Geht das denn?

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Partizipation, also Mitbestimmung in der Meute ist ’ne tolle Sache, weil alle Beteiligten davon profitieren. Eine echte Win-Win-Situation. Die Wölflinge profitieren, weil ihr Selbstbewusstsein durch die Übernahme von Verantwortung wächst. Die Meutenführung, weil sie Themen mit den Wölflingen gemeinsam bespricht und somit nicht die ganze Verantwortung alleine tragen muss. Und es ist wirklich einfach.

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Möglichkeit 1: Programmgestaltung

Nichts ist langweiliger als Programm, das niemand gut findet. Außerdem ist es ganz schön frustrierend, sich etwas auszudenken, das niemanden interessiert. Mit dem Wunschbaum gibt es nur gute Ideen. Auf ein Plakat wird ein großer Baum gemalt und die Wölflinge schreiben oder malen ihre Programmwünsche auf einen Zettel, der auf den Baum geklebt wird. In regelmäßigen Abständen wird ein Wunsch, z.B. ein Spiel oder ein Lied, vom Baum gepflückt und erfüllt. Alle freuen sich und der geerntete Zettel wird in den aufgemalten Korb neben dem Baum geklebt. Das selbe Prinzip funktioniert auch mit einer Schatzkiste anstelle eines Baumes, mit einem Supermarktregal oder einer echten Box, in der die Zettel der Wölflinge liegen.

Möglichkeit 2: Essen

Nichts ist so wichtig bei einer Wochenendaktion wie leckeres Essen. Und da Geschmäcker nun mal verschieden sind, kann die Essensplanung für die Meutenführung Stress pur sein. Deshalb ergibt es Sinn, die Wölflinge von Anfang an einzubeziehen. Von der Planung der Mahlzeiten (Nachtisch nicht vergessen) über den Einkauf bis hin zum gemeinsamen Schnippeln und Kochen, jede*r fühlt sich als Teil des Verpflegungsteams. Und was man selber gemacht hat, schmeckt ja auch bekanntlich besser. Und wenn dann auch noch das Essen unter einem von den Wölflingen gewählten Thema steht (z.B. mit den Händen, aus aller Welt, nur Rot, im 5-Sterne-Restaurant), wird es um so besser.

Möglichkeit 3: Gruppenatmosphäre

In der Meute sind alle wichtig, Wölflinge wie Meutenführungen. Und alle sind Bestandteil der Gruppe. Deshalb ergibt es auch Sinn, dass sich alle um Lösungen kümmern, wenn es in der Meute Probleme gibt. Der perfekte Ort dafür ist der Ratsfelsen, in dem alle gleichberechtigt sprechen dürfen. Die Meutenführung gibt als Impuls das Thema bzw. das zu besprechende Problem bekannt und die Wölflinge überlegen sich gemeinsam Lösungen und entscheiden sich am Ende auch für eine, die sie erst mal ausprobieren. Dabei könnte die Meutenführung fragen, was passieren muss, damit das Problem gelöst wird oder was wir tun müssen, damit es uns allen gut geht. Wenn die Meute das Sprechen vor- und miteinander noch nicht gewöhnt ist, kann die Meutenführung auch einen Briefkasten aufhängen, für geschriebene und gemalte Briefe der Wölflinge. Ihr werdet sehen, wie viele tolle und vielfältige Ideen dabei herauskommen, wenn sich alle anstrengen müssen.

Drei Beispiele stellvertretend für unzählige Möglichkeiten. Und auch bei Partizipation gilt, gerade am Anfang, unser Motto Learning by Doing: Für die Meutenführung kann es am Anfang noch schwer sein, Verantwortung abzugeben, für die Wölflinge ist es vielleicht schwer diese anzunehmen. Aber: Je mehr ihr partizipiert, desto geübter werdet ihr sein. Viel Spaß dabei!

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Was denkst du?

  • Kilian

    Ich finde es ist sehr wichtig das die Wölflinge mit bestimmen dürfen,Aber bei den meisten sachen haben immer noch die R/R das letzte Wort. Z.b. wenn es auf Fahrt geht sollte ausgewählt werden wohin es geht. Meistens haben sich die R/R schon schlau gemacht um was es sich bei den vorgestelten Fahrtengebieten handelt. Nun dürfen die Wölflinge mit bestimmen z.b. über welche Dörfer es geht…, aber die Ganz genaue Planung liegt immer noch in der Hand der R/R…
    Zum Thema Essen genau das gleiche:Wölflinge sollen Wünsche äußern dürfen aber ob dieser Wunsch erfüllt wird entscheiden immer noch die R/R weil sie Ja auch zahlen.

    • Nena

      Warum? Warum muss das so sein? Man kann ja auch darüber abstimmen und die Mehrheit entscheidet. Finanzen sind für mich überhaupt kein Argument. Immerhin geben „die R/Rs“ lediglich die Teilnehmerbeiträge aus. Sie zahlen ja wohl kaum aus eigener Tasche. Natürlich können Wölflinge nicht alles entscheiden und der ein oder andere Rat eines Älteren ist sicher angebracht. Aber dass ein Ranger oder Rover immer das letzte Wort haben muss, sehe ich nicht so.

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