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Pfadfinder

Essen und Gastfreundschaft

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Wir sind die Redaktion der LV Hessen-Schau, der Landeszeitschrift des LV Hessen.

Wer kennt das nicht: Kommt man nach einer langen Reise bei Freunden / Familie / Bekannten an, ist die erste Frage nach „Wie geht es dir?“ oftmals „Kann ich dir etwas anbieten? Möchtest du etwas essen oder trinken?“. Mit einem Getränk und einem Snack setzt man sich dann meistens kurz zusammen, sodass man als Gast ersteinmal in Ruhe ankommen kann.

Aber nicht nur bei Freunden, Familie und Bekannten wird diese Tradition gewahrt, auch wenn man als Gast bei Fremden ankommt, ist die Frage, ob man etwas essen oder trinken möchte, eine der ersten, die gestellt wird. Manchmal wird diese Frage auch überhaupt erst gar nicht gestellt, stattdessen wird von vornherein angenommen, dass man hungrig und durstig ist. So fand ich einmal in einem Hotel, wo ich mitten in der Nacht angekommen war, im Kühlschrank meines Zimmers einen Teller mit belegten Broten und zwei Flaschen Wasser.

Auf Fahrt ist es mir schon des öfteren passiert, dass uns nicht nur ein Dach über dem Kopf für eine Nacht angeboten wurde, sondern uns (neben dem Benutzen der häuslichen Dusche) auch Essen und Trinken angeboten wurde. Ich erinnere mich an verschiedene Hajks, bei denen wir in Gärten oder auf Bauernhöfen übernachtet haben und Frühstück bekamen. Oder aber an die Landesfahrt nach Rumänien, wo wir klatschnass nach acht Kilometern im strömenden Regen laufen von einem dort lebenden und arbeitenden deutschen Pädagogen von der Straße aufgesammelt wurden und bei ihm nach einer heißen Dusche mit frischer Gemüsesuppe versorgt wurden.

Aber nicht nur als Gastgeber ist es üblich, Essen und Trinken anzubieten. Auch als Gast – insbesondere, wenn man länger als eine Nacht bleibt – ist es von guter Manier anzubieten, das Kochen des Essens zu übernehmen, als Dank für die Bereitstellung eines Schlafplatzes. Darüber hinaus gibt man den Gastgebern auch die Möglichkeit, ein Stück weit die deutsche Kultur beziehungsweise die spezifische Pfadfinder- und Stammeskultur kennenzulernen.

Ein Beitrag von Marina (Stamm Graue Adler). Erstmals erschienen in der LV-Hessen-Schau 16/2.

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