BdP_2019-06-09_MP_0031
#einmalimbundeszentrum

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Lady Olave in Immenhausen

Lange vor meinem ersten Besuch zeigte meine Mutter mir ein Foto: Abschlusskreis Bundeslager in Immenhausen 1956, sie steht neben Olave Baden Powell. Das Bild hat sie immer noch griffbereit.

Cord Ellmers, LV Sachsen

Gilwellkurs

Meine schönste Woche in Immenhausen war der Gilwellkurs 2018. Dadurch, dass es ein bundesweiter Kurs ist, war dieser Kurs voller ganz verschiedener Menschen, die alle richtig Lust hatten etwas zu schaffen. Ich habe auf diesem Kurs viel über mich gelernt und nachgedacht, aber auch verschiedenste Methoden gelernt, die mir in meiner Pfadfinder*innenarbeit auf jeden Fall weiter helfen werden. Dadurch dass mein Gilwellprojekt langsam fertig wird, sind dieser Kurs und diese Zeit im Bundeszentrum mir noch sehr präsent und ich denke gerne daran zurück.

Moritz Becker (Günni), Stamm Lesmona, Bremen, LV Bremen

Immenhausen für mich:

Immenhausen war in meiner langen Pfadfinderkarriere immer wichtig.

Pfingsten 1982 bekam ich am See in Immenhausen mein Halstuch verliehen. Es wird – in Fetzen- noch in Ehren gehalten.

Als 1986 sich die Tschernobyl Reaktorkatastrophe ereignete waren wir mit ein paar R/Rs des Stammes in Immenhausen auf Lager. Wir halfen auf dem Platz aus, reparierten die große Schaukel und und und. In Berlin war Feiertag, sodass wir das lange Wochenende nutzen wollten. Am Freitag kam dann der strahlende Regen, wir saßen schon etwas arglos, naiv aber auch besorgt in der Kohte und überlegten, was das geben würde. Die Lieder waren stiller an dem Abend.

Eigentlich bin ich einmal im Jahr in Immenhausen. Gilwell- und Trainergilwellkurs, Bundesversammlungen, Wölflingssommer, Arbeitstreffen. Es gibt immer einen Grund für Immenhausen.

Andreas Gross-Albenhausen (aga), Stamm Roter Löwe, Düsseldorf, LV NRW

Die Baumreihe hinter der Werkstatt bis zur Holzkothe: 

Hier gehe ich jedes Mal mit meiner Meute hin, weil man da so super klettern und runterrutschen kann. Manchmal bauen wir auch Baumhäuser.

Hannes (11 Jahre, Stamm Excalibur, Immenhausen, LV Hessen)

Martha Meise

Mein Mann und ich sind die einzigen, die im Bundeszentrum leben. Unser kleines gelbes Holzhäuschen hat zwar nur ein Zimmer, doch wir sind bescheiden, so wie die Pfadfinder*innen.

Hauptsache ist, dass es trocken ist. Wobei wir nicht das ganze Jahr im Bundeszentrum verbringen. Den deutschen Winter – vor allem in Hessisch-Sibirien – können wir gar nicht ab. Sobald sich im Herbst das Laub verfärbt, packen wir unsere Koffer, nehmen die Kinder mit und Abflug! Du glaubst gar nicht, wie viele es uns nachmachen. Am Himmel ist richtig was los, fast schon Stau. Den nasskühlen deutschen Winter verbringen wir im warmen Süden.

Erst, wenn der Frühling kommt, ziehen wir wieder nordwärts. Im Bundeszentrum angekommen heißt es erstmal aufräumen, denn leider kommt es vor, dass Vandalen unsere Wohnung verwüstet haben. Dann räumen wir auf, holen uns aus der Natur eine neue Einrichtung. Regional, saisonal und bio!

Eigentlich leben wir das perfekte Leben. Nur eine Sache nervt echt. Unsere kleine Wohnung hat eine Mischnutzung. Jeden Tag kommt jemand vorbei und lagert darin Briefe und Zeitungen, bis die Mitarbeiter*innen des Bundesamtes sie abholen. Freundlicherweise haben wir mit ihnen aber eine Abmachung: Da wir gerade Vierlinge großziehen, ist die Wohnung Sperrzone und gehört nur uns.

Martha Meise

aufgezeichnet von Oliver Wunder (Olli)

Tanzen in der Holzkothe

Welche Methode eignet sich am besten um landesverbands- und sogar verbändeübergreifend Freundschaften zu schließen? Tanzen bei Glitter und Glamour in der Holzkohte natürlich – beim Bund-Land-Treffen mit dem DPV im Februar.

Maria Venus, Bundesvorsitzende, Stamm Wikinger, Achim, LV Nds

Die Sauna

Die Bauhütte zum Saunabau 2018 war eine mega geile Veranstaltung. Es hat richtig viel Spaß gemacht, wir haben viel (handwerklich) gelernt und ich freue mich schon bombastisch darauf, endlich meinen Saunagutschein einlösen zu können. 😉

Philipp Fabian (Nilpferd), Landesvorsitzender, Stamm Voortrekker, Braunschweig, LV Nds

Pfingstlager 1982

Mein erstes Pfingstlager 1982. Die Abschlussrunde war beendet, alle strömten zur Abreise und ich saß als Wölfling auf den Schultern meiner Meutenführung. Elegant wollte ich absteigen, verlor das Gleichgewicht und brach mir beim Aufprall am Boden Elle und Speiche des rechten Arms. Acht Wochen Gips und eine zerschnittene JuJa waren die Quittung.

Christian Neuwirth, Stamm Graue Drachen, Karben, LV Hessen

LaPfiLa 2016

Ein erlebnisreiches Pfingstlager mit vielen neuen Eindrücken für mich, auf dem ich erste Verantwortungen und einen eigenen Posten übernommen habe. Ein kleiner Sippling ging „verloren“ als er seine Jacke auf der Toilette trocknen wollte und ausversehen eingeschlafen ist, weil es dort doch so warm war, ein abgebrochenes Abschlussessen wegen des Regens, der uns sowieso schon fast das ganze Wochenende beglückte, bei dem dieser Sippling nochmals verloren ging und zu lange Nächte gefüllt mit Singerunden, tiefgründigen Gesprächen und einem nassen Wanderschuh.

Am letzten Abend haben eine Freundin und ich bei dem Abschlussfeuer noch neue Bekanntschaften geknüpft, sind in unsere Singerunde und haben beschlossen, anschließend einen kleinen Spaziergang zu dem Teich im Wald zu machen, da wir erstmals von diesem gehört haben. Noch als ich mich auf den über den Tümpel ragenden Baum setzte, spaßte meine Freundin, dass, so ungeschickt wie ich schon immer war, bestimmt noch in den Teich falle. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich nicht reingefallen bin. Doch als ich kurz eine Fackel, die am Boden lag, hochholen wollte ist es auch schon passiert: mit dem ganzen linken Bein und den nigelnagelneuen Wanderschuhen in das braune, eiskalte, matschige Wasser. Zu meinem Übel saßen wir noch einige Stunden auf diesem Baum, worauf meine Beine ziemlich kalt wurden. Als die mitgenommenen Fackeln sich dem Ende zuneigten beschlossen wir, zurück zu gehen, sodass ich mich umziehen und wir uns in die Jurte zum Aufwärmen setzen konnten.

Mit Zuckerkettenuhr und ohne Zeitgefühl haben wir uns bei Feuerschein in den Schlaf geredet und dachten es hätte ein gutes Ende genommen. Jedoch wurden wir am nächsten Tag von einem Dutzend kleiner Wölflinge und Sipplinge mit fragenden Blicken direkt über unseren Köpfen geweckt

Unangenehm, für solche Erinnerungen aber unbedingt wert.

Anna Meindl, Stamm Graue Wölfe, LV Hessen

Die Bundesversammlungen I

Ich weiß nicht mehr, an welcher BV es war, vielleicht 2014 oder so. Jedenfalls kam die Delegation aus Bayern gleichzeitig mit einigen anderen am Bahnhof in Immenhausen an und wir wurden dankenswerter Weise abgeholt. Ich weiß nicht mehr, wie viele Autos da waren, unser Gepäck war schon verstaut, die Neun-Sitzer losgefahren, aber wir standen noch am Bahnhof. Zusammen mit Flipper und seinem PKW. Fünf Plätze – 13 Personen. Ein Teil wollte schon zu Fuß loslaufen, einige auf die nächste Shuttlerunde warten, da hieß es plötzlich: „Wenn 20 Wöflinge in eine Telefonzelle passen, dann passen wir auch in dieses Auto.“. Unter Gelächter, Schieben, Luft anhalten und Ignorieren sämtlicher Vorschriften schichteten wir uns also ins Auto. Am Ende saßen fünf Leute im Kofferraum, vier auf der Rückbank, eine lag quer drüber, Timmi saß auf dem Beifahrersitz und ich auf seinem Schoß. Weil der Sitz aber ganz nach vorne geschoben war, hatte nur Timmi Platz für seine Beine – meine hingen zum offenen Fenster raus. Musik auf Anschlag und los ging’s. Am Bundeszentrum angekommen, mussten mir die anderen dann helfen, damit ich durch das Fenster durch aussteigen kann. Denn wir konnten die Tür nicht öffnen, ohne mir die Beine zu brechen. Und ich glaube, es sah ein bisschen aus, als würde das Auto platzen, als 13 Leute ausgestiegen sind. Eine der besten Fahrten zum Bundeszentrum, die ich je hatte.

Heike Nowak, Stamm Waräger, Erlangen, LV Bayern

Bundesversammlungen II

An einer BV haben wir in einer Kothe geschlafen, neben dem Waschhaus. Wie das so ist, wird dort jede*r reingesteckt, der*die noch einen Schlafplatz suchte. Ich habe super geschlafen, in der Morgendämmerung wurde ich dann wach. Noch völlig verschlafen merkte ich, dass irgendwas unter der Isomatte gegen meinen Hintern hämmerte. Ich hab einen Moment gebraucht, um zu verstehen, dass das kein vibrierendes Handy ist … Aber klar, außenrum um die Kothe waren ja überall Maulwurfshügel! Naja, das war’s dann mit dem Schlaf: ich hatte ganz schön Mitleid mit dem armen Tierchen und überlegte, ob ich nun umziehe? Quer auf Paula und Chrissy und Benny drauf? Kommt aber ja auch komisch. Ich lag also panisch und versteinert da … Und dann hat er von selbst aufgehört. Am nächsten Morgen ist mir aufgefallen, dass dem Maulwurf das ja in der Natur öfter so geht, nicht weiterzukommen – und hab mich nicht mehr ganz so tierfeindlich gefühlt.

Rebekka Bermüller, Stamm Waräger, Erlangen, LV Bayern

Die Woodbadge-Verleihung

Die Woodbadge-Verleihung auf der Bundesversammlung ist immer ein besonderer Moment – eine feierliche, besinnliche Zeremonie am Abend nach einem meist aufregenden Versammlungstag. Ein ganz besonderer Moment ist es natürlich, selbst das Woodbadge zu erhalten. Ich bin dankbar, dass ich diesen Moment mit so vielen guten Freund*innen in unserem Bundeszentrum, das mir über die letzten Jahre eine Art zweite Heimat geworden ist, erleben durfte!

Sebastian Köngeter (Guschtl), Bundesvorsitzender, Stamm Nibelgau, Welzheim, LV BaWü

Sippenführertraining

Ich habe Angst im Dunkeln, spätestens seit ich mich auf meinem SFT bei einem Nachtgeländespiel ausgerechnet in einem Busch versteckt habe, in dem auch ein als Dracula verkleideter Teamer saß.

Susi Hübner, Stamm Graue Biber, Bad Vilbel, LV Hessen

Begegnungen in Immenhausen

Habt ihr schonmal darüber nachgedacht mit anderen Pfadfindern außerhalb des BdP Zeit zu verbringen und heraus zu finden, wie dort Pfadfinden gelebt wird?

Wir haben unsere Sommeraktion der Pfadfinderstufe letztes Jahr dadür genutzt. In Immenhausen haben wir uns mit Pfadfindern des BMPPD ( Bund Moslemischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlnds) und einem Stamm des VCP getroffen.

Gemeinsam machten wir uns auf eine Reise durch verschiedene Welten um den Spielplan unseres Abschlussspiels zurück zu erhalten. Dafür mussten alle bei verschiedenen Aktivitäten zusammen halten und sich besser kennen lernen.

Jeden Tag neue Verkleidungen führten uns durch die Welten. So waren wir zum Beispiel einen Tag im Orient. Palme, Kamel, Aladdin auf dem fliegenden Teppich und ein Dschini begleiteten uns durch den Tag. So wurde viel gemeinsam gestaltet, wie Jurtenschmuck der Laternen zur Dekoration.

Ein Highlight der Aktion war unser Geländespiel. Aus den vorher weißen T-Shirts wurden durch anmalen kunterbunte Kunstwerke, die jetzt auf weiteren Aaktionen getragen werden können  und der Spielleiter konnte endlich befreit werden.

Außerdem war der Anfang beim Essen immer eine Überraschung. Je nachdem welche Gruppe das Essen begann, war es immer wieder unterschiedlich.

Richtig viel Spaß brachte vorallem den jüngeren die Schmink AG. So liefen plötzlich Schmetterlinge, Tiger oder Aliens über unseren Lagerplatz.

Weil wir bei dem Lager die verschiedenen Pfadfinderkulturen zusammengewürfelt haben, ist eine einzigartige, spannende Begegnung mit neuen Freundschaften entstanden.

Probiert es doch auch einmal aus 😉 Im Bundeszentrum ist genug Platz gemeinsam Spaß zu haben oder sich auch mal ein ruhiges Plätzchen ab vom Trubel zu suchen.

Jo, Stamm Bundschuh, RP/S

 

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    Ich erinnere mich noch genau an den Umzug des Bundesamts nach Immenhausen. Ich war im Programmteam für das Bundeslager 2009 und wir hatten unser Vorbereitungswochenende absichtlich auf den Umzugstermin gelegt. So konnten wir etwas Abwechselung vom Planen bekommen und mit anpacken. Direkt nach der Ankunft der beiden Umzugslaster fing es an zu schneien… Als wir versuchten, den großen Aktenschrank ins obere Stockwerk zu bringen, mussten wir feststellen, dass der Schrank zu breit für den Gang ist. Also trugen wir ihn die Treppe wieder hinunter und konnten ihn über die Feuertreppe an seinen Bestimmungsort schaffen. Fast wäre er bei dem Manöver von der Treppe gekippt.

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