Bula2017-4907-web
Raus!

Unterwegs in Georgien

,

Einblick in eine Fahrtenchronik von der Landesfahrt des LV Sachsen

TAG 1, 28. August 2018, geschrieben von Gin:

„Wir werden geweckt vom Geschrei des Busfahrers, der Motor ist ausgefallen. Wir haben schon eine Woche Lager hinter uns und sitzen zu dreizehnt (Joe, Ginn, Lorenz, Pürre, Yuskoosh, Albi, Theo, Ratte, Arthur, Lappus, Sternchen und Jonathan) in der Maschruttka (ein uraltes Sprintermodell mit sehr vielen Sitzen auf der Ladefläche) nach Poti. Der Fahrer gießt Wasser über den Motor und weiter geht‘s. Angekommen wird hart geshoppt und direkt weiter zum Meer. Nach einigen Fotos kommt schon die Polizei angefahren und will uns bei sich schlafen lassen… Sehr suspekt. Wir willigen aber ein und wollen vorher nochmal im Schwarzen Meer ein bisschen die Poren durchblubbern. Wir gehen baden und fangen ein paar Krabben mit der Unterhose von Johannes, eine davon darf Ratte in den Nippel kneifen. By the way alles unter den Augen der Polizei, die uns dann nach abgeschlossener Badung, im Auto zur Polizeistation bringt.

Die Polizisten verabschieden sich bald und wir hören Mucke ausm Busch. Hin da! Dort hängen paar Jungen und Mädchen ab und laden uns zu sich ein. Wir machen ’n kleines Feuer und ich jag mir ’nen Nagel in den Fuß. Dank fetter Wanderschuhe nur in die Sohle, also halb so wild. Fressen dauert ewig, also gehen Yusi, Joe und ich Autoscooter fahren. Eine Fahrt kostet einen Larry. Johannes hat ’n eigenes Auto und Yussuf und ich teilen uns ’ne Karre. Die Georgier ham aber keine Ahnung, wie man autoscootet und weichen immer nur aus, anstatt zu rammen. Als wir zurückkommen ist‘s Essen endlich fertig, also schreien wir kurz den Essensspruch und hauen uns dann die Bäuche voll.

Während die Anderen schon in ihre Schlafsäcke schlüpfen gehe ich mich in die Dusche vom alten Office sneaken. Da kommt zwar bloß braunes Wasser aus einem Schlauch geblubbert aber ich glaub, das war das erste Mal, dass ich mich beim Duschen im Spiegel betrachten konnte. Als ich zurückkehre verschwindet mir sofort das Lächeln aus dem Gesicht. Der Anblick ist grauenvoll; Meine Gefolgsleute wälzen sich auf dem Boden wie die Würmer im Mehl. Bis auf Albi leiden alle lautlos „F*** die Mücken! Aaaaaahhh!!!“ … Also legen wir uns auf den Parkplatz der Polizeistation – dort gibt‘s kein Viehzeug – und schlafen friedlich ein.“

Alle Teilnehmenden der Landesfahrt auf dem gemeinsamen Lager

Symbolfoto Titel: Simon Vollmeyer

0

Was denkst du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ausrechnen * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.